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Ständige Fort- und Weiterbildungen gehören für die meisten von uns zum Berufsalltag dazu. Anders als noch vor dreißig oder vierzig Jahren ist es unerlässlich, auf dem Laufenden zu bleiben, die neuesten Techniken und Fertigkeiten zu erlernen.

Das gilt ganz besonders für den Gesundheitsbereich im Allgemeinen und die Zahnmedizin im Besonderen. Und so entschied sich Dr. Michael Hellmeister vor etwas über drei Jahren, sich noch einmal an der Uni einzuschreiben, um den Abschluss Master of Science für Funktionsanalyse und -therapie zu erlangen.

Berufsbegleitender Masterstudiengang

Master of Science ist ein akademischer Titel, der im Rahmen eines postgradualen Studiums erworben werden kann. Das Studium ist berufsbegleitend über zweieinhalb Jahre angelegt und beinhaltet neben der intensiven Ausbildung eine abschließende wissenschaftliche Arbeit („Masterthese“).

masterzeugnis dr. hellmeister bottrop

Der Master of Science für Funktionsanalyse und -therapie ist der höchste Ausbildungsgrad, den man in diesem Bereich erlangen kann. Er ist weltweit anerkannt.
Durch diese Ausbildung ist der Absolvent dieses Studiengangs außerdem als Spezialist bei der größten deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik- und therapie, der DGFDT anerkannt.

Diese Ausbildung qualifiziert dazu, das Krankheitsbild der „craniomandibulären Dysfunktion“ (CMD) adäquat zu behandeln.

Nur der CMD-Spezialist hat die ausreichende langjährige Erfahrung und das Wissen, dieses komplexe Krankheitsbild interdisziplinär mit anderen Facharztgruppen zu therapieren.

Was ist eigentlich die Zahnmedizinische Funktionsanalyse und -therapie?

Vereinfacht erklärt, können Zahn- und Kieferfehlstellungen vielfältige Auswirkungen auf den gesamten Organismus des Menschen haben. Werden Kronen oder Brücken aber auch Zahnfüllungen eingebaut, so ist es wichtig, dass der Biss und auch die Bewegung der Kiefergelenke nicht verändert werden.

Sonst können Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, ja sogar Rückenschmerzen verursacht werden. Aber auch natürliche Fehlstellungen im Kieferbereich können die Ursache verschiedenster Krankheitsbilder sein. Damit ist auch klar, dass die Behandlung dieser Probleme und Erkrankungen viel Fachwissen und interdisziplinäre Zusammenarbeit benötigen.

Craniomandibuläre Dysfunktionen

Begriff

Der Begriff „craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD)“ umfasst eine Reihe klinischer Symptome der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund- und Kopfbereich. Der Begriff Myoarthropathie sowie die englischsprachigen Ausdrücke „Temporomandibular Disorders“ (TMDs) und „Craniomandibular Disorders“ (CMD) entsprechen im Wesentlichen der oben genannten Bezeichnung.

Leitsymptome

Leitsymptome craniomandibulärer Dysfunktionen sind Schmerzen und Funktionseinschränkungen des Kauorgans.

Schmerzen treten in der Kaumuskulatur, im Bereich vor den Ohren (präaurikulär) und/oder im Bereich der Kiefergelenke auf. Oft werden diese Beschwerden durch Kauen oder andere Unterkieferbewegungen verschlimmert.
Funktionsstörungen zeigen sich in Einschränkungen und Asymmetrien der Unterkieferbewegungen sowie Kiefergelenkgeräuschen wie Knacken und/oder Reiben. Begleitsymptome können Kieferschmerzen, Zahnschmerzen und Ohrenschmerzen sowie vor allem Kopf- und Gesichtsschmerzen sein.
Weitere häufige Symptome sind starke Ausprägung (Hypertrophie) der Kaumuskulatur sowie übermäßige Abnutzungserscheinungen der Zahnhartsubstanzen infolge von Kieferpressen und Zähneknirschen (Bruxismus). Vor allem bei akuten Beschwerden berichten die Betroffenen, dass ihre Zähne nicht mehr richtig aufeinander passen.

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